29 -Yachtline- mit WIDE-BEAM (kleine Sauerkrauttour) 2 Wochen mit 750km

Reisefakten

  • Boot: 29 -Yachtline-
  • Motor: Volvo Penta D3-220 DP
  • Fahrgebiet: Limeshain & Wiesbaden
  • Besatzung: 3 Personen
  • Bootserfahrung: Einsteiger
 

Erfahrungsbericht Drago 29 WB - in 2 Wochen 750 km Fahrtstrecke (Kleine Sauerkrauttour)

Leben an Bord vom 1. bis 15. August

Wir sind am letzten Juli Tag abends mit dem PKW nach Wiesbaden gefahren, haben an Bord übernachtet und sind nach einem ausgiebigen Frühstück früh morgens mit unserer Drago 29 WB gestartet. Knappe 3 Stunden später haben wir nach gemütlicher Fahrt die Schleuse Koblenz erreicht. Der freundliche Schleusenwärter hat uns nach unserem Funkruf eine Schleusenkammer geöffnet und wir sind ohne anzuhalten in die geöffnete Schleusenkammer eingelaufen.
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Bei gutem Wetter fahren wir die Mosel entlang. Es folgt eine abwechslungsreiche Landschaft.
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Gegen Abend sind wir in Traben Trarbach im Hafen der Firma Polch angekommen. Dort werden wir wie immer sehr freundlich begrüßt. Die Hilfe beim Anlegen ist dort beispielsweise selbstverständlich. Die Hafenmeisterin Hanne Polch schenkt uns sofort ein frisch gezapftes Bier ein und wir sind mit den anwesenden Bootsfahrern gleich im Gespräch.
Übrigens gilt für alle Häfen, die wir bei unserer Fahrt angelaufen haben, dass wir dort stets sehr freundlich empfangen worden sind. Manche Häfen sind ohne Bewirtschaftung vor Ort. Kein Problem, denn jede(r) Hafenmeister(in) hat uns Tipps gegeben, wo wir gut essen gehen können.
Von allen Gästen im Hafen sind uns Susanne und Stefan besonders sympathisch gewesen. Sie haben wenige Wochen vor unserem Kennen lernen ihre Drago 29 WB mit Benzinmotor bekommen. Wir haben viel auf unseren Booten zusammen gesessen, Wein getrunken und gegessen. In den kommenden Tagen haben wir viel gemeinsam unternommen. So haben wir beschlossen die nächsten 12 Tage der kleinen Sauerkrauttour gemeinsam zu fahren. Das war eine tolle Idee. Wir haben uns sehr gut ergänzt.
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Rückwärts anlegen ist mit der Drago 29 überhaupt kein Problem. Die nächsten 2 Tage haben uns zwar wechselhaftes Wetter gebracht. Trotzdem haben wir uns davon nicht beeindrucken lassen, zumal wir morgens stets mit frischen Croissants und Brötchen versorgt wurden. Gegenüber dem Standardtisch bietet dieser stylisch geformte Tisch viel Platz und Bewegungsraum für ein angenehmes Leben an Bord.
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Am 4. Tag unserer Reise sind wir morgens früh wieder gestartet. Wir haben als Treffpunkt mit Susanne und Stefan den Hafen von Schweich ausgemacht.
Schleusungen auf der Mosel sind für die Mannschaft der Drago 29 WB kein Problem. Der Ausbau der Schleusen auf den modernen Standard hat sich sehr bewährt. Man sollte sich jedoch stets anmelden und nicht einfach bei geöffnetem Tor einfahren.
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Im Hafen von Schwebsange sind wir 1 Nacht geblieben. Nach einem sehr angenehmen Abend im hafeneigenen Restaurant mit vorzüglicher Küche und freundlicher Bedienung sind wir am nächsten Tag später abgefahren.
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Wie unschwer zu erkennen ist befindet sich der Lieblingsplatz unserer Crew vorne im Bugkorb. Dort können sie sich sehr gut fest halten und die vorbeiziehende Landschaft beobachten. Da das Boot seidenweich bei diesen Wasserverhältnissen läuft ist das problemlos.
Von Schwebsange fahren wir über die Mosel bis Konz und dann weiter über die Saar bis Saarbrücken. Dort steigt Akku zu. Er ist mit dem Zug von Frankfurt nach Saarbrücken gekommen. Ab jetzt fahren wir auf unsrer Drago 29 zu dritt. Drei Mann in einem Boot von Saarbrücken über den Saarkanal, den Rhein Marne Kanal und den Rhein zurück nach Wiesbaden. Die folgenden Bilder zeigen Ausschnitte unserer Fahrt auf der Saar bis Saarbrücken.
Im Hafen von Saarbrücken liegen wir Heck an Heck und lassen es uns bei Susanne und Stefan an Bord gut gehen. Ein stets gut gefüllter Weinvorrat an Bord erhöht die Lebensqualität ungemein.
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Es geht gemütlich auf den kanalisierten Wasserstraßen zu. Am Ufer gibt es allerlei Wesen, die uns beobachten. Die Gänse haben uns sehr lautstark begrüßt. Fahrradfahrer sind auf den früheren Treidelpfaden unterwegs. Alle, die an uns vorbeigefahren sind, haben wir später nicht wieder gesehen. Sie sind einfach zu schnell für die Boote auf den Kanälen.
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Akku behält stets die Orientierung, indem er sich in den mitgeführten Büchern informiert. Insbesondere ist er für die Planung unserer Übernachtungsgelegenheiten zuständig.
Im Hafen von Niderviller angekommen gehen wir abends im Ort in der Auberge du Tannenheim zum gemeinsamen Abendessen. Das Essen und die Atmosphäre dort ist sehr gut. Es ist der 11. August und unsere Fahrt geht allmählich dem Ende entgegen.
Von Niderviller fahren wir tags darauf Richtung Schrägaufzug in Arzviller. Bevor wir dort ankommen, müssen wir erst 2 Tunnels durchqueren.
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Arzviller ist erreicht und wir warten am frühen Nachmittag auf die Einfahrtgenehmigung in den Trog des Schrägaufzugs.
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Nachdem sich das Tor des Troges geöffnet hat, fahren wir in den unteren Bereich des Schrägaufzugs von Arzviller aus. Unser nächstes Ziel ist jetzt Saverne.
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Dort haben wir uns getrennt. Susanne und Stefan sind über Nacht im Hafen von Saverne geblieben. Wir sind aus der Schleuse von Saverne vorbei an schönem Blumenschmuck und vielen Schaulustigen vorbei gefahren. Bis zur Schließung der Schleusen um 19.00 Uhr sind wir bis zu einem lauschigen und einsamen Yachthafen weiter gefahren und haben dort fest gemacht. Im Ort haben wir im dortigen Supermarché eingekauft. An Bord der Drago 29 haben wir einen sehr angenehmen Abend und eine gute Nacht verbracht.
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Wir verlassen den „Yachthafen“ am frühen Morgen des nächsten Tages. Noch eine letzte Schleusung auf dem Rhein Marne Kanal, vorbei an einer Schwenkbrücke Richtung Straßburg.
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Vom Boot aus sehen wir das Europäische Parlament und dann geht´s durch die Schleuse Nord auf den Rhein zurück nach Wiesbaden.
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Ein letzter Eindruck mit der untergehenden Sonne darf nicht fehlen.
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Ende Oktober fängt die triste Zeit an. Die Drago 29 WB hängt am Kran und wird mit 231 Motorstunden auf dem Stundenzähler eingewintert. Wir haben eine sehr schöne Bootssaison erlebt.
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Eine sehr schöne Bootstour mit der Drago 29 WB ist zu Ende gegangen. Wir haben ein sehr zuverlässiges und vor allem sehr lebenspraktisches Boot vom Team Öchsner zur Verfügung gestellt bekommen. Drei Mann in einem Boot, die sich in dieser Konstellation so noch nicht kannten, haben sehr harmonische Zeit und schöne Urlaubstage miteinander auf diesem tollen Boot verbracht.

Wir haben im Jahresverlauf Aufenthalte in anderen Häfen und Buchten gehabt. Wir sind insbesondere auf dem Rhein, der Mosel, der Saar, dem Saarkanal und dem Rhein-Marne-Kanal unterwegs gewesen. Viele gute Gespräche und neue Kontakte haben sich zu anderen Bootfahrern ergeben. Hier sind besonders Susanne und Stefan zu nennen, die wir in Traben Trarbach kennen gelernt haben. Sie sind ebenfalls Eigner einer Drago 29 WB. Wir sind von Traben Trarbach bis Saverne zusammen mit den Dragos 29 WB gefahren.

Die Öchsner´s haben ein sehr gut durchdachtes Boot hergestellt und nicht zu viel versprochen. Wir sind vollauf begeistert und werden die Familie Öchsner und das Team gerne weiterempfehlen. Ich wünsche mir, dass wir noch eine sehr lange Verbindung in der Zukunft haben werden. Es passt alles und ich entdecke heute, wenn ich mal nicht selber am Steuer bin, kleinere aber sehr funktionelle Details, die mir bis dato verborgen geblieben sind.

Limeshain & Wiesbaden,

Fam. Dr. K

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