Erfahrungsbericht SX20 -Yachtline-: Mittelmeer

  • Boot: 20 -Yachtline-
  • Motor: HONDA BF 100 LRTU
  • Fahrgebiet: Mittelmeer
  • Besatzung: 2 Personen
  • Bootserfahrung: erfahren

Die Bootssaison startete mit einem Familienausflug

Nachdem das Highlight der 1. Saison 2019 definitiv unsere Drei-Länder-Reise war (Bericht von September 2019), erwies sich 2020 aus bekannten Gründen als fast absoluter Stillstand. Selbstverständlich genossen wir mehrere Male ein Abendessen an Bord beim Ankern in der Mosel, aber das war auch schon alles. 

Nach vollendeter Impfung fing die Bootssaison 2021 an mit einem kleinen Familien-Tagesausflug von der Mosel über die Saar nach Saarburg an. Da wir uns 2019 mit dem Thema Funk beschäftigt hatten, stellte die Benutzung der grossen Schleuse kein Problem mehr dar. Hilfsreich ist auf jedenfall die Internetseite „elwis.de“, jeder sollte die mal unter die Lupe nehmen. Denn hier las man z.B., dass eine der 2 Schleusen wegen Arbeiten geschlossen war.
Die Fahrt war einfach ein reiner Genuss. Die Sonne strahlte und Kaffee / Kuchen schmeckten umso mehr an Bord. Wir hatten uns übrigens bei Öchsner eine kleine Kaffeemaschine installieren lassen, eine tolle Sache. 

Vorbereitungen für die große Reise zum Mittelmeer

Ende Oktober war es dann soweit. Wie 2019 festgehalten, sollte es ans Meer gehen, und zwar ans Mittelmeer. 
Da es die 1. große Reise für unsere „COLBERT“ war, hatten wir uns für die längere Autofahrt ein paar Ratschläge geben lassen: 

1. TÜV am Trailer unbedingt kontrollieren.
2. Beim Befestigen des Bootes soll man sich an die Anleitung im Öchsner-Portal halten

Bei 3 Grad gings um 8:25 in unserem Heimathafen Schweich los. Das Boot hatten wir am Vortag vorbereitet: alles was am Boot befestigt ist, Fender, Seiltasche, Epirb, kam in die Kajüte, Antenne einklappen, Persenning drauf und Zurrgurte dran. Und dann konnte es losgehen.

Tja, das Navi zeigte ungefähr 8,5 Stunden an. Nach einer sehr kurzen Nacht hatten wir am nächsten Tag um 8:30 Uhr einen Termin im Hafen Bandol. Da in Südfrankreich viele Städte ziemlich enge Strassen haben und schnell überfüllt sind, erlassen die Gemeinden öfter ein Fahrverbot mit Trailer, mit oder ohne Boot, ab einer gewissen Uhrzeit. So auch in Bandol. Somit haben wir uns vor 10 Uhr:

  1. beim Empfang des Hafens angemeldet
  2. beim Kranführer angemeldet und das Auto beim Einlass-Becken geparkt
  3. uns bei der „Capitainerie“ angemeldet zur Zuteilung eines Stellplatzes im Hafen (man kann keinen reservieren für ein paar Tage).

Hinzufügen könnte man noch dass das Befestigen des Bootes in den Häfen mittels „Pendille“ gemacht wird. Hierzu kann man sich aber via „Capitainerie“ eine Hilfsperson anfordern, der dann mit Schlauchboot zum Liegeplatz kommt und dem Laien dann diese Befestigung erklärt und auch zeigt. Super Service.

Und endlich ging es mit “Colbert” raus aufs Meer

Nach einem Tag Besichtigung der Umgebung kam dann die 1. große Fahrt raus aufs Meer. Wunderschön bei 23 Grad Ende Oktober. Der Windmesser zeigte Beaufort 2, später 3, an. Bandol liegt wie schon erwähnt, zwischen Marseille (zweitgrösste Stadt mit riesigem Hafen) und Toulon, und bietet einen tollen Ausgangspunkt für Besichtigungen. Nebst Cassis, einem kleinen, engen, aber sehr romantischen Städtchen, haben wir auch die nahegelegene Insel „Embiez“ besichtigt. Ansonsten haben wir einfach nur das grosse offene Meer genossen, mit einer Geschwindigkeit von 15-20 Knoten.

Wie schon in unserem 1. Bericht 2019 erzählt, können wir es diesmal nochmals bestätigen: die 20-Yachtline- ist ein toller kompakter Cabincruiser, handlich und doch äusserst praktisch. Der Toilettenraum ist klein, aber sehr nützlich. Wir haben dank Heizung an Bord und noch ein paar weiteren Extras die Möglichkeit öfter jetzt ins Meer rauszufahren. Und das werden wir geniessen.

Zum Abschluss ist noch zu erwähnen, dass wir uns für diesen Meeresausflug doch schon ein bisschen vorbereitet hatten und anderen Anfängern, wie wir es waren, möchten wir daher folgendes ans Herz legen:

  1. Wetterbedingungen unbedingt beachten
  2. Seenotsignalmittel mit an Bord nehmen
  3. Aktuelle Seekarte zur Hand haben

Danke an die “Öchsner-Familie” für diese traumhaften Momente!

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