Erfahrungsbericht SR25 -Yachtline-:  Havel, Bodden Gewässer westliche Ostsee

  • Boot: SR25 -Yachtline-
  • Motor: Volvo Penta V6 280 Benzinmotor
  • Fahrgebiet: Havel, Bodden Gewässer westliche Ostsee
  • Besatzung: variierend
  • Bootserfahrung: Einsteiger

Die SR25 -Yachtline- ist für mich absolut ideal

Nachdem ich seit vielen Jahren vorwiegend an Wochenenden und im Urlaub ein kleines Gartenhäuschen auf der Ostseeinsel Usedom nutze, hat mich auch immer mehr das Wasser ringsherum fasziniert, sodass ich den Entschluss fasste, den Sportbootführerschein zu erwerben, mit dem Ziel mir irgendwann mal ein eigenes Boot zuzulegen, wenn es die Finanzen zulassen.

Im Herbst 2017 kam es dann zu einer richtungsweisenden Begegnung. 

Ich war auf der Bootsmesse in Berlin und schaute mir diverse Boote an. Rein zufällig kam ich am Stand der Firma Öchsner vorbei und wurde sehr kompetent von Seniorchef Dieter Öchsner beraten. Die SR25 -Yachtline- hat mir sofort gefallen, denn sie ist praktisch auf mich zugeschnitten, ein Sporttourer mit sehr vielen Möglichkeiten, hervorragenden Fahreigenschaften, flexibel einsetzbar ist und zudem auch noch uneingeschränkt trailerfähig. Für mich absolut ideal. So halte ich mir trotz der Verbundenheit zum Norden auch immer die Option offen, zu einem späteren Zeitpunkt problemlos auch mal auf anderen Gewässern unterwegs sein zu können (z.B. einen Urlaub nach Kroatien).

Und dann war es, coronabedingt etwas später als geplant, im Mai 2022 soweit und ich konnte meine SR25, die ich Anfang 2021 bestellt hatte, in Kürnach abholen. Dabei war mir ein Freund, ein Berufskraftfahrer, behilflich.

Auf dem Rückweg von Bayern kamen wir natürlich an meiner Heimat Berlin vorbei und so nutzte ich gleich die Gelegenheit, dort das Boot (im Yachthafen Potsdam) zu Wasser zu lassen. Als Single bin ich bin mit dem Boot sowohl allein als auch mit Freunden unterwegs.

Da die SR 25 jedoch mein allererstes Brot war und meine Erfahrung aus der Führerscheinausbildung schon einige Jahre zurücklag, war ich noch etwas unsicher und übte die ersten Tage mit einem Trainer der dort ansässigen Bootsschule entlang der Havel, vor allem das An- und Ablegen und Manövrieren an engen Stellen.

Die erste größere Tour ging dann von Potsdam unter der historisch bekannten Glienicker Brücke hindurch über den Berliner Wannsee, an der Zitadelle Spandau vorbei durch die dortige Schleuse und weiter über Hennigsdorf zu Marina Havelbaude in der Stadt Hohen Neuendorf.

Bei Rückfragen war das Team der Firma Öchsner jederzeit erreichbar, Herr Küffner konnte mir stets kompetent weiterhelfen!

Im Sommer viele Nächte auf dem Boot verbracht

Nach ein paar Wochen ging es dann per Trailer weiter auf die Ostseeinsel Usedom. Wir haben das Boot dort in der gleichnamigen Stadt, die einen ganz neuen und modernen Yachthafen bekommen hat, zu Wasser gelassen. Rund um die Insel Usedom begannen dann die bisher schönsten Touren. Es ging zunächst rund um das Stettiner Haff mit einem kleinen Abstecher in die polnische Odermündung (gut auch für die Bordkasse, denn der Liter Benzin war dort rund 60 Cent günstiger als in heimischen Gewässern).

Als dann mein Sommerurlaub begann, habe ich bei schönem Wetter neben dem Gartenhäuschen auch viele Nächte auf dem Boot verbracht, dazu bin ich den Peenestrom weiter in Richtung Ostsee gefahren und habe mich dort für einige Zeit in der Ückeritzer Marina Stagnies eingebucht. Von dort konnte ich schöne Touren über das Achterwasser machen und auch dort idyllisch vor Anker liegen. Mit dem Faltrad war ich in nur wenigen Minuten auch am Ostseestrand, um zu baden oder Beachvolleyball zu spielen. 

Daneben verfolgte ich auch noch das Ziel, mich nach der doch schon länger zurückliegenden Ausbildung zum Sportbootführerschein in Sachen Bootskenntnisse weiterzubilden und erwarb den Sportküstenschifferschein. Die Theorieprüfung hatte ich bereits im Winter in Berlin bestanden, aber es fehlte noch die praktische Prüfung, die am Ende eines mehrtägigen Praxistörns auf einer großen Bavaria-Segelyacht stattgefunden hat.
Dafür musste ich nach Breege auf die Insel Rügen reisen. Während die anderen Teilnehmer der Segeltörn alle über Land anreisten, war ich der einzige, der mit dem eigenen Boot über See im Hafen von Breege anlandete.

So ging es also mit Zwischenaufenthalt im Baltic Sea Resort Kröslin (eine wunderschöne Marina gegenüber von Peenemünde) und der City Marina der Hansestadt Stralsund vorbei an der Insel Hiddensee nach Rügen in den Hafen von Breege. Ich machte meine SR25 -Yachtline- fast neben der gecharterten Segelyacht fest und brauchte quasi nur von Boot zu Boot mit meinem Seesack umzusteigen während zu dieser Zeit andere Teilnehmer noch auf der Straße im Stau standen. In der Zwischenzeit habe ich den Skipper der Ausbildungsyacht noch zu einer kleinen Spritztour auf meinem Boot im dortigen Jasmunder Bodden eingeladen. Er war sehr begeistert vor allem von der sportlichen Leistung des V6-Motors der SR25. Mit dem Sportküstenschifferschein im Gepäck ging es dann nach rund einer Woche wieder zurück nach Usedom und gleich direkt zu einem großen Erntefest zum Hafen Loddin. Auch war es herrlich nach einer feuchtfröhlichen Feier mit Musik und Tanz sich mit nur wenigen Schritten gleich in die Koje des eigenen Bootes fallen lassen zu können.

Ich bin mit der ersten Bootssaison sehr zufrieden

Natürlich passieren auch mal kleine Anfängerfehler. So ist mir einmal eine Leine in die Schraube geraten, aber das System des Bootes hat schnell und zuverlässig reagiert, den Motor sofort abgestellt und mich über den Plotter informiert, so konnte ich die Leine mit einem Messer durchschneiden und dann aus der Schraube herausdrehen. 

Eine Einfahrt zu einem idyllischen Naturhafen entpuppte sich einmal als doch nicht ganz so tief wie der Seekarte zu entnehmen war, so dass es zu einer leichten Grundberührung kam. Aber auch hier kam mir das komfortable System des Bootes zugute. Wie auch beim Trailern konnte ich per Trimm-Taste den Motor etwas anheben und so sicher in den Hafen einlaufen. Eine kleine Herausforderung gerade anfangs war es auch, vor allem bei Wind und Strömung anzulegen, wenn man allein unterwegs ist, aber da ist das vorhandene Bugstrahlruder eine super Erleichterung!

Im Oktober ging es dann mit der SR25 ins Winterlager und nun freue ich mich schon auf die neue Saison.

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