Die Beiden Kinder der Familie S. liegen vorne auf der Sonnenliegefläche der SR30 -Yachtline-. Im Hintergrund sieht man die Weite des Mittelmeers und am Horizont weit entführt erahnt man die Küste Kroatiens.

SR30 -Yachtline- Erfahrungsbericht: Kroatien/Ostsee

In EB30, Erfahrungsberichte by Annika Pallingen

Reisefakten 

  • Boot: SR30 -Yachtline-
  • Motor: Volvo Penta D3-220 DPS / Diesel
  • Fahrgebiet: Kroatien/Ostsee
  • Bootserfahrung: Erfahren
  • Besatzung: 4 Personen

Das neue Boot

Im Frühjahr holten wir unser neues Boot, die SR30 -Yachtline- bei der Firma Öchsner-boote GmbH & Co. KG ab. Da wir bereits ein Boot der Firma Öchsner besaßen, wussten wir was auf uns zu kam. Die Einweisung war sehr ausführlich und kurzweilig. Die Zeit verging im Flug.

Am Neckar gab es gleich darauf unsere Bootstaufe, bei Neptun und seinen Nixen. Sie wünschten uns alles Gute und immer eine Hand breit Wasser unterm Kiel. Die erste große Fahrt führte uns an Pfingsten an die Ostsee, rund um Rügen. Das Kranen ins Wasser verlief ohne Probleme.
Wir lebten uns schnell auf dem Boot ein. Jeder fand seinen neuen Stammplatz. Das Essen mit 4 Personen auf der Plicht ist unkompliziert. Zum Kochen baute ich mir einen kleinen Tisch über dem Kühlschrankfach auf der Plicht. Hier kochen wir das „geruchsintensivere“ Essen. Unten in der Küche werden dann mal Nudeln, Reis, etc… gekocht. Das Essen unterm freien Himmel ist traumhaft.

Pfingsten an der Ostsee

In der ersten Pfingstwoche waren wir in den Bodden unterwegs. Durch die vielen Fahrrinnen und Geschwindigkeitsbegrenzungen fuhren wir häufig nicht so schnell und genossen bei ca. 10 km/h die Natur. Wir testeten zum ersten Mal die Sonnenplätze und schliefen dort auch gleich ein. Nur bei größeren Strecken fuhren wir in Gleitfahrt. Die zweite Woche fuhren wir bis nach Sassnitz. Hier wollten wir tanken und mussten zum normalen Spritpreis noch eine kleine Servicegebühr bezahlen, was uns völlig unbekannt war. Jedenfalls waren wir froh einen Diesel zu fahren, da es auf Rügen nicht sehr viele Tankstellen gibt.

Zu den Daten: Wir sind an der Ostsee 40,5h gefahren und haben dabei 205L Diesel verbraucht. Das macht ein Durchschnitt von 5L/h.

Image
Image
Image
Image

Auf der Rückfahrt von Sassnitz kamen wir in etwas unruhiges Wasser. Bei Wellen mit 1,5m bis 2m Höhe musste sich die Besatzung festhalten. Für das Boot war es jedoch kein Problem. Auch der Kühlschrank und die Küchenschränke, sowie Türen blieben geschlossen. Leider hat hier keiner Bilder gemacht.

Sommerurlaub in Kroatien

Die Fahrt mit dem Trailer verlief ruhig und entspannend. Wir haben einen Ford Ranger, welchen wir auf 6,7 Tonnen Gesamtzuggewicht aufgelastet haben. Somit können wir das Auto randvoll mit Gepäck beladen. Vor der Abfahrt bin ich doch nochmals zu einer Firma gefahren und habe das Gespann gewogen. Hier wurde es bestätigt, alles völlig im legalen Bereich.

Biograd na Moru

Nach Kroatien fuhren wir bis Biograd na Moru ohne Übernachtung, ohne Stau und Pannen. Das Kranen in der Marina ging schnell und professionell ohne Komplikationen. Schon war das Boot im Wasser. Da der Tank so gut wie leer war, war das Tanken und Treffen mit unserem Bekannten das erste Tagesziel. Nachdem freitags die Charterboote alle an die Tankstelle wollen sind wir zur Insel Murter getuckert, um dort an den zwei Tankstellen etwas schneller zum Ziel zu kommen. Unsere Taktik ging auf. Mit ca. 320L Diesel starteten wir nach Otok Ist, und die ersten 5 Tage fuhren wir keinen Hafen mehr an.

Image
Image
Image
Image

Rab

In der 2. Woche besuchten wir Bekannte auf der Insel Rab. Unterwegs trafen wir eine SR30 -Yachtline- mit denen wir uns kurz unterhielten. 
Auf Rab legten wir jeden Abend bei einem anderen Restaurant an. Nach einem Abstecher nach Cres, Krk und Goli Otok legten wir auch einige ruhige Badetage ein. Bald zog es uns zu unserem nächsten Ziel. Wir fuhren von Rab mit Zwischenstopps bis nach Havar. Dort haben wir die 16. größte Privatjacht gesehen. An der Außenseite von Hvar gab es einen kleinen Hafen, in dem wir übernachteten.

Trogir

Wir fuhren somit morgens mit dem Sonnenaufgang los. Die See war ruhig und friedlich. Unser Ziel Trogir. Da wir ohne Frühstück starteten, ankerten wir in der blauen Lagune noch bevor irgendwelche Ausflugsboote kamen und genossen unser Frühstück. In Trogir machten wir gegenüber der Hauptkaimauer fest. Nachdem auch hier das Unwetter hereinzog entschieden wir uns, in die Stadt Marina "umzuziehen". Uns erwartete eine laute aber sichere Nacht. Am nächsten Tag fuhren wir in Richtung Biograd und machten noch einen Stop in Tribunj. Dort trafen wir wieder eine SR30 -Yachtline-. Wir entschieden noch eine Nacht zusammen nach Zirje zu fahren. Da die Urlaubstage jedoch bald zu Ende gingen, trennten wir uns wieder und wir fuhren Richtung Biograd weiter. Die guten drei Wochen waren so schnell vergangen, dass wir nicht einmal zum Wasserskifahren kamen. Tubfahren ging sehr gut. Auch bei leichten Wellen kein Problem.

Wir fuhren in Kroatien 67,1 h bei 834 Liter ergibt das ein Durchschnittsverbrauch von 12,4 L/h. Man merkt deutlich, dass die Entfernungen, welche man zurücklegt deutlich höher sind wie an der Ostsee. Das Kranen in Biograd war ohne Vorkommnisse und schnell erledigt. Das kroatische „kein Problem“ hat sich hier bewahrheitet.

Image
Image
Image
Image

Resümee

Für 4 Personen hat die SR30 -Yachtline- die perfekte Größe. Selbst die Kinder meinten, dass der Urlaub stressfreier war als früher mit Ferienwohnung und Liegeplatz. Das Beiboot ist goldwert. Motor an, einsteigen und zum nächsten Restaurant fahren, lecker essen und zurück zum Boot. Tagsüber einfach einen „Mann“ vor einem Hafen absetzen und einkaufen schicken und in der Zwischenzeit mit der SR30 -Yachtline- auf dem Meer sich treiben lassen. In Buchten einfach mal einen Landspaziergang zu machen oder die Gegend zu erkunden. Es ist schnell und einfach einsatzbereit und auf jeden Fall empfehlenswert. Die Liegefläche auf dem Bug wird selbst bei Gleitfahrt genutzt. Die große Badeplattform ist für Kinder ideal. Sie können rein springen, ohne dass ständig Wasser ins Boot spritzt. Alles in allem ein tolles Boot.

Jetzt ist unser Boot im Winterlager und wir können es kaum erwarten wieder in See zu stechen. Die nächsten Urlaube sind schon geplant.

Viele Grüße

Familie S.

Wir freuen uns über Ihr Feedback!

Bitte bewerten Sie diesen Erfahrungsbericht

Ihre Bewertung

Aktuelle Bewertung: 4.47/5 (10)
Image
Bitte folge und Like uns:
Facebook
Facebook
YouTube
YouTube
Instagram