Erfahrungsbericht 29 -YACHTLINE- Rhein und Rhein/Marne Kanal

  • Boot: 29 -YACHTLINE- Widebeam
  • Motor: Volvo Penta D-3 220
  • Fahrgebiet: Rhein/Marne Kanal
  • Besatzung: 2 Personen
  • Bootserfahrung: Erfahren

Bei noch kühlem Wetter ab Ludwigshafen, ging im Mai die Reise los bis nach Baden-Baden (mit vollem Dieseltank ca. 350 l).

Dort sind wir ganz toll als Gastlieger begrüßt worden. Durch die schnelle Unterstützung beim Anlegemanöver konnten wir neben der Gaststätte, einen gesonderten, besonders erwähnenswerten, Sanitärbereich entdecken. Wir verbrachten an diesem Liegeplatz einen sehr schönen Abend.

Am Samstag sind wir durch die gewaltige Schleuse Iffezheim gefahren, das war ganz einfach. Nach dem Telefonat mit dem sehr netten Schleusenmeister, hat er uns gebeten auf den Frachter und das Passagierschiff zu warten, danach durften wir uns am Schwimmpoller festhalten und sind zu Berg geschleust worden. Bei der 2. Schleuse Gambsheim hatten wir Glück und sind sofort zu Berg geschleust worden und sind danach bis Kehl weitergefahren. In Kehl haben wir im Club festgemacht und dort übernachtet. Mit den Klappfahrrädern haben wir uns dann am nächsten Tag Kehl angeschaut: es ist schon eine interessante Stadt… wir sind auch nach Straßburg gefahren und haben dann am Abend im Kehler Clubhaus gut gegessen.

Am Sonntag haben wir sicherheitshalber in Kehl nochmal vollgetankt (es waren gerade mal 90 l Diesel und wir sind nur gegen den Strom gefahren), es ging weiter in den Rhein Marne Kanal, zuerst durch die Straßburger Schleuse.

Dann ging es am Europaparlament vorbei – natürlich in langsamer Fahrt –  (8 km/h sind erlaubt), den Diesel hört man kaum, dieser ist extrem leise und sparsam. Wir sind bis auf einige Schleusen die man selbst bedient, sehr gut durchgekommen (immer nur an der blauen Stange ziehen die rote ist nur für den Notfall). In Waltenheim haben wir kostenlos festgemacht, nur Strom und Wasser wird mit der Kreditkarte bezahlt. Die Fahrräder sind einfach klasse um die Gegend zu erkunden. Am Abend gab es einen leckeren Flammkuchen (für französische Verhältnisse sehr günstig) in der kleinen Gaststätte nebenan.

Am Montag sind wir bis Lützelbourg weitergefahren und haben am Charter-Stützpunkt bei netten Leuten übernachtet. Leider haben montags viele Gaststätten Ruhetag, sodass nur das Hotel an der Brücke geöffnet hatte.

Das Schleusen meistern wir mittlerweile ohne Probleme. Bei Arzviller ging es dann mit dem Schrägaufzug nach oben, das war schon ein schönes Erlebnis.

Dann sind wir nach Niderviller durch die beiden Tunnel 2306m und 475m gefahren. Es ist empfehlenswert einen Scheinwerfer dabei zu haben, denn die Lampen im Tunnel funktionieren nicht immer einwandfrei. In Niderviller-Tannenheim übernachteten wir bei Charterbasis Kuhnle Tours, dort wurden wir von dem sehr netten Personal empfangen.

Am nächsten Tag traten wir den Rückweg an und sind bis nach Saverne durchgefahren und sind dann in der “Katz” gelandet, sehr gut aber nicht billig, kann man sich mal gönnen.

Wir dachten schon unsere Tankuhr geht nicht, denn nach ca. 25 Stunden und 132 Kanalkilometern bei ca. 8 km/h hat sich diese fast nicht bewegt. Am nächsten Tag haben wir nochmal eine große Tour gemacht, wir sind bis nach Offendorf gefahren. Es war wieder klasse im Club, wir haben dort einige Bekannte, die uns auch ab und an in Ludwigshafen besuchen, mit ihnen hatten wir einen tollen Abend.

Am nächsten Tag fuhren wir bei Regen in Richtung Heimat, wir mussten nur noch die Schleuse Iffezheim meistern, durch die wir aber gut durchkamen – zwar war es ein bisschen nass, aber es gibt ja bekanntlich nur schlechte Kleidung, kein schlechtes Wetter. Wir fuhren in einem Stück bis Ludwigshafen nach Hause.

Am nächsten Tag ruhten wir uns aus, die Tankuhr zeigte immer noch halb voll an und wir waren sehr überrascht, dass wir nur so wenig Diesel verbraucht hatten. Wieder eine tolle Reise mit unserer 29 -YACHTLINE- wir freuen uns auf weitere Abenteuer.

Ganz liebe Grüße,

Hubert & Gudrun

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