Erfahrungsbericht 29 -YACHTLINE- Rhein / Holland

  • Boot: 29 -YACHTLINE-
  • Motor: Volvo Penta 280 PS
  • Fahrgebiet: Rhein / Holland
  • Besatzung: 2 Personen
  • Bootserfahrung: fortgeschritten

Entlang des Rheins mit der 20 -YACHTLINE-

Sonntag, 19.05.2019

Um 11 Uhr fahren wir aus dem Motoryachtclub Worms bei km 442 auf den Rhein. Es ist leicht bewölkt und 17°. Nach einem Zwischenstopp am Eicher See und der Tankstelle Oppenheim erreichen wir um 17:00 Uhr den Rüdesheimer Yacht Club.

Wir gehen zum Clubschiff, melden uns dort an, trinken ein Radler und gehen dann auf unser Boot zum Abendessen. Nach dem Essen spazieren wir nochmals nach Rüdesheim in die Drosselgasse und zurück – ca. 6 km am Rhein entlang – für den Rückweg gibt es noch ein schönes Eis. Wieder auf dem Boot angekommen lassen wir den Abend gemütlich ausklingen.

Montag, 20.05.2019

Draußen ist es bewölkt und 13°, doch bei uns auf dem Boot herrschen 22°. Nach einem gemütlichen Frühstück heißt es Leinen los. Vor uns sieht das Wetter nicht gerade gut aus und ab Assmannshausen fängt es immer mal wieder auf der Strecke an zu regnen.

Wir fahren bei km 585,7 in die Lahn zum kleinen Yachthafen Verbandsverein Marine-Verein Gießen e.V. Dies ist ein sehr idyllisch gelegener kleiner Hafen, der auch in der Nähe der Stadt liegt. Leider ist Dauerregen angesagt und wir fahren deswegen weiter.

Wir passieren den Abzweig in die Mosel und das Deutsche Eck und fahren wir bei in den Yachthafen Oberwinter. Nachdem wir angelegt haben, gehen wir zum Edeka einkaufen. Es gibt Linseneintopf mit Dörrfleisch und Rindswurst. Nachdem das Wetter nicht so berauschend ist, machen wir heute einen gemütlichen Fernsehabend, bevor wir später in die Koje gehen.

Dienstag, 21.05.2019

Heute stehen wir erst um 9:00 Uhr auf und es regnet bei 12°. Wir trinken gemütlich Kaffee und faulenzen ein wenig.

Der Regen lässt etwas nach und wir fahren in die Hafenanlage des Verbandsverein Club für Wassersport Porz e.V. 1926. Wir werden mal wieder freundlich empfangen.

Nach dem Anlegen machen wir es uns gemütlich und um 17 Uhr bekommen wir Besuch von unseren Freunden Uwe und Frank. Bei einem kleinen Umtrunk klönen wir ein bisschen, um dann gegen 19:00 Uhr zusammen Essen zu gehen ins Landhaus Zöndorf.

Da es aufgehört hat zu regnen, laufen wir dorthin – es ist ein schöner Fahrradweg bzw. Fußweg direkt am Wasser. Das Essen im Landhaus war sehr gut. Gegen 22:00 Uhr spazieren wir wieder zurück und verabschieden uns von unseren Freunden.

Mittwoch, 22.05.2019

Ralf hat heute Geburtstag. Wir trinken gemütlich Kaffee, bevor es dann um 8:25 Uhr heißt: Leinen los. Wir passieren Düsseldorf mit dem ERGO Turm und laufen am Nachmittag im Yachtclub Wesel bei ein.

Nachdem wir unser Boot gesichert haben, ruhen wir uns etwas aus, um danach einen schönen Spaziergang nach Wesel zu machen. Wir schlendern durch den Ort, auf der Suche nach einem gemütlichen Lokal. Aber außer vielen schönen Eseln platziert im Ort finden wir nichts.

Also geht es zurück in den Yachthafen (insgesamt ca. 10 km) und da setzen wir uns auf die Terrasse mit Blick auf den Hafen und Essen etwas. Das Essen war okay und danach geht es runter aufs Boot, wo wir es uns noch ein bisschen gemütlich machen.

Donnerstag, 23.05.2019

Ralf steht wieder als erstes auf. Zu Hause ist dies sehr oft umgekehrt, aber ich kann nachts auf dem Boot sehr gut schlafen. Wir trinken gemütlich Kaffee und starten um ca. 9:00 Uhr bei blauem Himmel und Sonnenschein.

Gegen Mittag erreichen wir de Bijland – es ist eine schmale Einfahrt und auf der linken Seite ist direkt hinter der Brücke eine Tankstelle. Wir legen an und der Tankwart, ein freundlicher Holländer, hilft uns beim Festmachen und beim Betanken. Auf dem Schiff der Tankstelle finden wir auch eine entsprechende Karte, die wir für Holland noch benötigen.

Anschließend geht unsere Fahrt auf dem See weiter, der sehr groß und sehr schön ist. Im Hafen de Bijland werden wir vom Hafenmeister empfangen, einem Deutschen, der uns unseren Platz zuweist.

Nach dem Festmachen unseres Bootes ruhen wir uns ein wenig aus, bevor wir in den Ort Tolkamer spazieren. An der sehr schönen Promenade trinken wir einen Cappuccino und genießen das schöne Wetter, bevor wir dann mit einem Softeis auf der Hand wieder den Heimweg zum Boot antreten.

Freitag, 24.05.2019

Ralf steht erneut als erstes auf, ich schlafe komischerweise wieder länger. Um 07:45 Uhr trinken wir gemütlich Kaffee. Bis wir die Leinen losmachen, ist es wechselnd bewölkt bei 20°.

Wenig später erreichen wir wieder den Rhein – jetzt ist auch die Berufsschifffahrt wieder unterwegs. Nach einer kurzen Strecke kommen wir an die Stelle, an der sich der Rhein teilt. Wir fahren weiter auf dem Waal.

Wir erreichen Nijmegen und es geht weiter auf dem Maas-Waal-Kanal. Nach einigen Schleusen biegen wir ab auf die Maas und schauen uns Cruigk und Lingen an. Am Anfang denken wir “oh Gott, viel Industrie.” Aber je weiter wir fahren, umso schöner wird es. Dann geht es zurück auf unsere Ursprungsstrecke.

Wir legen im Yachthafen Boxmeer an und machen uns mit unseren Fahrrädern vom Yachtclub auf den Weg nach Boxmeer. Die Räder laufen super gut. Es macht riesig Spaß in den Ort zu fahren. Wir kaufen im Supermarkt ein bisschen ein, laufen durch die schöne Fußgängerzone und treten danach die Rückfahrt an. Im Hafen angekommen lassen wir den Abend nach unserem Essen gemütlich ausklingen.

Samstag, 25.05.2019

Unsere Fahrt geht weiter, die Landschaft ist sehr schön, aber zwischendrin finden wir immer mal wieder ein Industriegebiet. Die Temperaturen steigen, sodass ich sogar im Bikini auf dem Vordeck liegen kann.

Nach Mittag legen wir im Stadthafen in Venlo an. Wir ziehen uns um und spazieren durch die Stadt. Es ist eine schöne Stadt und es ist viel los. Nachdem wir wieder zurück am Boot sind, holen wir uns noch eine Jacke und gehen direkt am Hafen Essen. Ich esse Spareribs, Ralf einen Burger. Beides hat sehr gut geschmeckt.

Nach einem kleinen Verdauungsspaziergang und einem Eis gehen wir zurück aufs Boot und lassen den Abend gemütlich ausklingen. Ich muss sagen, trotz Stadthafen ist es sehr ruhig.

Sonntag, 26.05.2019

Das Wetter heute ist wechselnd bewölkt bei 13°. Im Hafen ist schon Stimmung: es wird Wasserball im Paddelboot gespielt. Habe dies noch nie gesehen.

Unsere Fahrt geht weiter auf der Maas. Nach zwei Schleusen erreichen wir gegen 12:45 Uhr den Hafen Nautilus in Roermond. Wir müssen am Passantensteiger anlegen, gehen zur Hafenmeisterin, die uns unseren Liegeplatz zuweist.

Nachdem wir unser Boot festgemacht haben, essen wir noch eine Kleinigkeit, bevor wir dann in die Stadt spazieren. Schönes Städtchen mit vielen schönen Geschäften. Wir machen auch einen kurzen Abstecher in das Outletcenter – das größte Europas – bevor wir dann zum Marktplatz marschieren und in der Brasserie Entrèe zu Abend essen.

29 YACHTLINE
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Montag, 27.05.2019

Heute ist Landtag angesagt. Geben 09:00 Uhr laufen wir zunächst zu einer Werft, um uns in dem Laden mit sehr viel Bootszubehör ein bisschen umzuschauen und danach weiter ins Outlet zu spazieren.

Das Outlet ist wirklich riesig groß und die Auswahl auch. Voll gepackt marschieren wir am Nachmittag wieder zurück. Auf dem Marktplatz mit seinem Rathaus und dessen Glockenspiel, das zu jeder vollen Stunde ein schönes Glockenspiel bietet, nehmen wir nochmals in der Brasserie Entrèe Platz, trinken noch ein Bierchen und Essen eine Kleinigkeit.

Gegen 18:30 Uhr sind wir wieder zurück auf dem Boot. Nachdem wir unsere Einkäufe verstaut haben, planen wir bei einem kleinen Imbiss und einem Gläschen Wein unseren nächsten Stopp. Das ist nicht einfach, da es morgen regnen soll.

Dienstag, 28.05.2019

Wir laufen am Morgen nochmals in die Stadt um noch ein paar Kleinigkeiten einzukaufen. Zurück auf dem Boot heißt es Leinen los.

Wir wollen nochmal tanken, als der Regen stärker wird – leichtes Gewitter. An der Tankstelle angekommen, hat diese heute leider geschlossen. Also fahren wir im starken Regen weiter zur nächsten Schleuse. Wir legen an und melden uns an der Säule beim Schleusenwärter. Er macht uns grün und wir können reinfahren. Es regnet immer noch und wir müssen jetzt auch noch auf ein Berufsschiff warten. Hauptsache wir werden nicht nass.

Als wir aus der Schleuse raus sind, fahren wir in den Hafen Comfortpark Wessem. Es regnet immer noch. Nachdem wir uns beim Hafenmeister angemeldet haben, schauen wir uns ein bisschen um, bevor wir aufs Boot gehen und uns ein wenig aufwärmen.

Es gibt einen Kaffee und etwas Süßes. Dann wollen wir mit unseren Rädern die Gegend etwas erkunden. Ralf hat gerade an beiden Rädern die neuen Klingeln angebracht und da fängt es zur Abwechslung mal wieder an zu regnen.

Gegen 17:00 Uhr können wir unsere Fahrradtour starten, es geht nach Wessem, weiter über die Brücke neben der Autobahn nach Maasbracht und zurück.

Am Boot wieder angekommen bereitet Ralf das Essen und danach machen wir noch einen Verdauungsspaziergang. Der Campingplatz inklusive der Hafenanlage sind sehr, sehr schön und vor allen Dingen sauber. Die Sanitäranlage liegt einen Stock tiefer vom Clubhaus. Beim Gang in die Dusche kann man direkt auf das Wasser mit einem kleinen Springbrunnen schauen.

Mittwoch, 29.05.2019

Bei blauem Himmel und 11° heißt es wieder Leinen los. Wir fahren zuerst zur Tankstelle um nochmals vollzutanken, aber leider haben wir Pech – es gibt nur Diesel.

Also fahren wir weiter Richtung Neederwert auf dem Kanaal Wessem-Neederwert und dann weiter auf dem Zuid-Willemsvaart. Insgesamt haben wir bis dahin 6 Schleusen und etliche Brücken in einer idyllischen Landschaft.

Um 16 Uhr erreichen wir die erste bewegliche Brücke. Mitten im Wasser steht eine Säule, die wir anfahren, um uns anzumelden mit Bootsnamen, Länge, Breite sowie Tiefgang und schon schaltet die Ampel für die PKWs auf rot. Die Brücke öffnet sich und wir können weiterfahren auf dem Wilhelmina Kanaal. So müssen wir noch fünf weitere Brücken durchfahren.

Wir biegen in den Beatrix-Kanal – noch 6 km bis Eindhoven. Um 18:30 Uhr laufen wir nach weiteren 9 durchquerten Brücken im Hafen „Eindhovense Yachtenverenigin Beatrix“ ein. Wir legen an und melden uns in der Clubgaststätte an. Auch den Hafenmeister treffen wir an.

Es ist ein kleiner, aber gemütlicher Yachthafen. Alle hier sind sehr freundlich. In der Gaststätte essen wir auch direkt etwas. Als Vorspeise teilen wir uns gebackene Gambas und als Hauptspeise nehmen wir beide Hähnchenmedaillons mit Erdnusssoße. Alles hat sehr lecker geschmeckt. Nach dem Essen machen wir noch einen kleinen Rundgang, bevor wir dann wieder aufs Boot gehen.

Donnerstag, 30.05.2019

Ralf steht mal wieder als erstes auf. Wir trinken gemütlich Kaffee bei leichter Bewölkung und 14°.

Wir müssen den Beatrix-Kanaal wieder zurückfahren und fahren wieder auf dem Wilhelmina-Kanaal. Dieser ist leider nicht ganz so interessant, da er nur gerade verläuft.

Nach etlichen festen Brücken, beweglichen und Drehbrücken sowie Schleusen (heute sogar eine Schleuse mit Schwimmpollern) erreichen wir unseren heutigen Hafen Watersportverenigin Sluis I in Osterhout. Wir legen am Passantenanleger an und gehen zum Hafenmeister, der uns alles erklärt.

Zurück am Boot fahren wir auf unseren zugewiesenen Platz und machen das Boot fest. Nach dem Abendessen machen wir noch einen kleinen Spaziergang, bevor wir es uns auf unserem Boot wieder behaglich machen.

Freitag, 31.05.2019

Um kurz vor 10 Uhr heißt es Leinen los auf dem Wilhelmina-Kanaal, den wir kurz darauf verlassen und auf dem Amertak weiterfahren.

Wir erreichen den Hafen Biesbosch und betanken dort als erstes unser Boot. Da der Hafen sehr schön ist, beschließen wir, uns hier niederzulassen.

Nachdem wir unser Boot festgemacht haben, gehen wir in den Hafenkantor und melden uns an. Da uns der Hafen/Umgebung auf den ersten Blick gut gefällt, buchen wir gleich 2 Übernachtungen. Zurück auf dem Boot machen wir unsere Räder klar und erkunden damit ein bisschen die Gegend.

Um eine Abkürzung vom Hafen zur Straße zu nehmen, gibt es sogar eine kleine Fähre, die man aber selbst betätigen muss. Es befinden sich hier im Hafen einige Yachtcenter mit viel Bootszubehör. Es macht Spaß, dort herumzustöbern und zu schauen, was es da so alles gibt.

Zurück auf dem Boot ruhen wir uns als erstes ein bisschen aus. Im Übrigen gab es heute als Zwischenmahlzeit Kibbeling. Später starten wir nochmals zu einer Fahrradtour. Es geht durch den Ort Drimmelen, hinaus auf den Damm, direkt am Wasser entlang und mitten durch grasende Schafe. Eine sehr schöne Strecke.

Auf dem Rückweg fahren wir noch ein bisschen durch den Ort Drimmelen, der mit seinen Häusern, kleinen Seen/Wasserstraßen und gepflasterten Straßen sehr idyllisch ist. Insgesamt sind wir ca. 19 km gefahren. Der Abschluss bildet ein Abendessen: Spareribs im „Het Witte Huis“ – eines von vielen Lokalen rund um den Yachthafen.

Samstag, 01.06.2019

Heute ist mal wieder Landtag angesagt. Ralf fährt mit dem Fahrrad Brötchen holen und wir trinken anschließend gemütlich Kaffee.

Bei sonnigen 19° heißt es Leinen los auf die Amer, bis wir dann nach einigen Kilometern ins Naturschutzgebiet abbiegen. Vor uns erstreckt sich eine riesige Seenplatte mit kleinen Inseln. Wir fahren bis an das Biesbosch Museum und legen dort an, ein interessanter Ort.

Zurück an Bord essen wir eine Kleinigkeit, bevor wir weiterfahren. Das Naturschutzgebiet ist sehr schön -vorgeschriebene Geschwindigkeit 6 km/h – zum Teil auch viel Betrieb. Ralf muss auch aufpassen auf die Tiefen, stellenweise nur 50cm Wasser unterm Kiel.

Wir erreichen wieder unseren Hafen Biesbosch. Abends gehen wir zum Essen. Ralf isst Fisch und ich Hähnchen Texas, beides mit „Gras“, das sind ganz dünne Pommes frites (wie Spaghetti), die sehr lecker schmecken. Zum Abschluss gibt es noch ein Softeis, bevor wir zum Boot zurückradeln.

Sonntag, 02.06.2019

Nach dem Aufstehen trinken wir zunächst gemütlich Kaffee. Das Wetter ist sonnig bei 21°.

Wir fahren aus dem Hafen in Biesbosch und weiter geht es auf der Amer – ein sehr breites Flussbett. Je weiter wir fahren, desto offener wird das Gewässer. Wir biegen rechts ab auf die Dordtsche Kil – dieses Gewässer ist wieder schmaler und man sieht auch von der Landschaft etwas.

So langsam verliert man da aber den Überblick, auf welchem Wasser man sich gerade befindet, mal rechts mal links -juhu. Die Landschaft ist bis auf die großen Industriegebiete um Rotterdam sehr schön, tolle Häuser mit eigenen kleinen Slipanlagen für das Boot.

Wir wollen heute im Stadthafen Gouda anlegen, dazu müssen wir zum Abschluss noch eine Straßenbrücke durchqueren. Leider sind wir aber zu spät. Und so fahren wir zurück und legen im Hafen der Watersportverenigung Gouda an. Man hilft uns hier beim Anlegen.

Nachdem wir alles erledigt haben, spazieren wir in die Stadt. Auf dem Marktplatz war Trödelmarkt und das Rathaus ist einfach toll mit seinen rotweißen Klappläden. Wir suchen uns ein schattiges Plätzchen und Essen zusammen eine Pizza und einen Salat. Währenddessen spielt auf dem Marktplatz eine Band tolle Musik.

Nach dem Essen spazieren wir dann zurück zum Boot, wo wir den Abend gemütlich ausklingen lassen.

Montag, 03.06.2019

Nachdem wir gemütlich Kaffee getrunken haben, heißt es um 11:05 Uhr Leinen los – der Hafenmeister winkt zum Abschied.

Wir fahren auf der Gouwe. Es ist eine landschaftlich sehr schöne Strecke. Waddinxveen und Boskoop – hier fährst du quasi durch das Wohnzimmer der Anwohner, sehr schön und idyllisch. Auf der Strecke stehen riesige Gewächshäuser und Blumenlandschaften.

Nach einer von vielen Brücken bei Alphen biegen wir links ab auf den Oude Rijn (Alter Rhein). Um 15:00 Uhr legen wir im Stadthafen in Leiden an. Wir schauen uns als erstes etwas um, bevor wir zum Hafenmeister vorgehen und uns anzumelden (dieser sitzt direkt im Brückenhäuschen).

Nachdem alles erledigt ist, nehmen wir unsere Fahrräder und fahren in den Ort. Es gibt mal wieder ein Eis, danach gehen wir in den Supermarkt zum einkaufen – Wahnsinnsauswahl.

Wir fahren zurück zum Boot und immer wieder über kleine Brücken. Der erste Eindruck von Leiden ist sehr schön – wie klein Venedig mit den unzähligen Brücken. Wieder an Bord angekommen fängt Ralf an zu kochen. Es gibt Hähnchen, Buttererbsen und Karotten. Nach dem Essen räumen wir etwas auf und genießen dann unseren Abend.

29 YACHTLINE
29 Yachtline

Dienstag, 04.06.2019

Heute ist mal wieder Landtag angesagt. Um ca. 9:30 Uhr starten wir unsere Fahrradtour nach Katwijk (hin und zurück ca. 30 km).

Dort angekommen, laufen wir bei Ebbe ans Wasser, um die Salzluft zu schnuppern. Weiter geht es mit dem Fahrrad auf der Promenade. Zwischendurch gibt es ein Fischbrötchen.

Die Fahrradwege sind sehr gut ausgebaut und das schöne ist, dass man hier als Fahrradfahrer immer Vorfahrt hat. Sehr ungewohnt, aber man gewöhnt sich auch irgendwie an die unzähligen Fahrradfahrer.

Um 14:30 Uhr erreichen wir wieder den Hafen in Leiden. Wir ruhen uns ein wenig aus und gegen 17:30 Uhr gehen wir in die Stadt zum Essen. Wir laufen die Haarlemmerstraße hinunter – eine ca. 1 km lange, sehr alte und interessante Straße, durch die früher die Straßenbahn fuhr.

Am Ende angekommen treffen wir auf den alten Hafen mit seinen historischen Schiffen – sehr beeindruckend. Wir finden ein nettes Lokal, wo wir auf dem Bootsanleger Platz nehmen. Es gibt Hähnchenspieße mit Erdnussbutter. Besuch bekommen wir von Tauben, Enten und Raben.

Um 20:45 Uhr sind wir zurück auf dem Boot – Temperatur 26°. Wir machen es uns gemütlich, während ein kräftiges Gewitter aufzieht.

Mittwoch, 05.06.2019

Um 8:30 Uhr frühstücken wir – Landtag. Anschließend machen wir uns auf den Weg zum Markt. Wir haben ihn uns größer vorgestellt, klein aber fein. Wir schlendern noch ein bisschen durch die Stadt bevor wir gegen Mittag wieder am Boot ankommen.

Am Nachmittag gehen wir nochmals einkaufen und danach wird auf dem Boot gekocht. Es gibt Truthahnspieß, Folienkartoffeln und Kräuterquark. Danach würfeln wir ein bisschen, bevor wir mit unseren Nachbarn Gerlinde und Peter noch ein bisschen klönen. Gegen 22:00 Uhr zieht ein heftiges Gewitter mit Regen auf.

Das Fazit zu Leiden: Es ist eine sehr schöne Stadt mit vielen kleinen Sträßchen, Geschäften und viel Wasser sowie Fahrradfahrern noch und nöcher.

Donnerstag, 06.06.2019

Wir stehen früh auf und ich laufe zum Brückenwärter, da wir nochmals Strommarken benötigen. Zurück auf dem Boot werfe ich direkt eine Marke ein und wir haben zunächst wieder Strom an Bord. Aber irgendwie ärgert uns unser Strom heute.

Da wir eine längere Strecke vor uns haben, nach Alkmaar, wollten wir um 7:45 Uhr durch die Brücke fahren, da diese dann erst wieder um 8:30 Uhr aufgeht. Aber auf Grund des Stromproblems, hat uns dieser einen Strich durch die Rechnung gemacht. Also gehen wir die Sache gelassen an und warten bis 8:30 Uhr.

Wir fahren zur ersten Brücke, diese wird für uns hochgefahren – wir verlassen Leiden und erreichen wenig später die Spanjaardsbrug. Ich melde uns an und bekomme zur Antwort, dass sie in 3 Minuten geöffnet wird.

Nachdem sich nach 15 Minuten noch nichts getan hat, rufe ich nochmals an. Die Antwort: “Sorry, ich habe ihnen eine falsche Auskunft gegeben, Brücke öffnet erst um 9:30 Uhr”. Also legen wir an und warten. Jetzt kommt auch noch ein Berufsschiff, das Vorfahrt hat – grrrrrrrrr.

Als sich die Brücke öffnet, fahren wir mit noch zwei Booten hinter dem Berufsschiff her. Kurz vor Mittag erreichen wir zwischen Hoofddorp und Harlem die nächste Hebebrücke – es ist starker Wind und wir müssen 30 Minuten warten.

Wir müssen durch Haarlem fahren – alle paar Meter eine Brücke – wir kommen aber gut durch. Es ist eine sehr schöne Stadt mit vielen tollen Häusern.

Um 13:30 kommen wir an der Sluise 17 an. Ich muss zum Schleusenwärter gehen und bezahlen, vorher tut sich nichts. Die Schleuse mit ca. ½ m merkt man kaum und dahinter befindet sich direkt eine Hebebrücke.

Wir erreichen die sehr kleine Schleuse 18 mit einem sehr netten Schleusenwärter, der uns seinen Hollandschuh hinunterhält. Ralf wirft Geld hinein und schon fängt der Schleusenwärter ein nettes Gespräch in deutsch mit uns an.

Nach weiteren Brücken geht es weiter auf dem Kanal und um 17:50 Uhr erreichen wir endlich Alkmaar. Ich rufe im Hafenbüro an wegen einem Liegeplatz. Die Hafenmeisterin weist uns einen Platz in der Stadtmitte zu, direkt vor der Polizei. Wir müssen noch zwei Brücken durchqueren, bevor wir dann an unserem Liegeplatz sind.

Zum ersten Mal haben wir vorne Dalben, an denen wir das Boot festmachen müssen. Klappt aber alles. Wir gehen in die Stadt zum Essen. Es gibt Hamburger. Da wir beide kaputt sind, marschieren wir nach dem Essen direkt wieder zurück zum Boot. Ralf legt noch Strom, was mal wieder nicht direkt funktioniert. Er versucht es an einer anderen Säule, nachdem er die Sicherungen überprüft hat und es funktioniert.

Aber dem Segler nebenan hat dies nicht gepasst, warum auch immer und wird sogar frech. Wir lassen den Abend gemütlich ausklingen.

Freitag, 07.06.2019

Heute ist mal wieder Landtag angesagt. Um kurz nach 9:00 Uhr rufe ich den Hafenmeister an, um nach der Zahlungsabwicklung zu fragen. Er meint, er sei in 5-10 Minuten bei uns.

Nachdem er nach 20 Minuten noch nicht da ist, laufen wir zum Alkmaarer Käsemarkt. Dieser Markt ist ein tolles Spektakel auf dem Waagplein – ein großer Platz am Wasser. Hier wurden insgesamt 30 Tonnen Käse in Form von Rädern à 25 kg auf vorgesehenen Untersetzern gestapelt. Das Ganze wurde über Mikrofon auch in deutsch übertragen bzw. erklärt.

Die Laibe werden von den Käufern geprüft und dann gekauft. Je zwei Träger in entsprechender Tracht bringen dann den verkauften Käse auf einer Art Karre auf den Schultern mit jeweils 8 Käserädern à 25 kg zum Wiegen. Das Ganze erfolgt immer im Laufschritt und verteilt über den ganzen Platz. Es ist einfach faszinierend, diesem Spektakel auf dem größten Käsemarkt Europas zuzuschauen. Natürlich haben wir uns hier auch Käse mitgenommen.

Nachdem wir nun alles gesehen haben, spazieren wir durch die angrenzenden Straßen, denn hier ist auch Markt. Angeboten werden Fisch, Käse, Blumen, Souvenirs usw. Wir essen Heringsbrötchen und zum Nachtisch Apfelpfannenkuchenbällchen, die sehr sehr lecker sind.

Als wir genug gesehen haben, laufen wir erst einmal wieder zurück zum Boot und ruhen uns ein bisschen aus.

Um 15:30 Uhr starten wir erneut in die Stadt und schlendern durch die sehr schönen Geschäftsstraßen. Beim Hafenmeister waren wir dann auch und haben unseren Liegeplatz bezahlt.

Wir suchen uns ein kleines Kneipchen, trinken ein Bierchen und warten, dass der Regen aufhört. Wir gehen noch ein bisschen einkaufen. Auf unserem Boot machen wir es uns bei Wurst, Käse, Oliven und Wein gemütlich und planen dann unseren nächsten Tag. Es regnet und stürmt immer mal wieder zwischendurch.

Auch hier wieder mein Fazit: Alkmaar ist eine sehr schöne Stadt, mit vielen tollen Gebäuden, dem Käsemarkt, eine Menge Geschäfte und wieder mal – wie könnt es anders sein – mit vielen, vielen Fahrrädern.

Samstag, 08.06.2019

Da das Wetter nichts Gutes sagt, beschließen wir, noch einen Tag länger in Alkmaar zu bleiben.

Nachdem der Regen etwas nachgelassen hat, marschieren wir in die Stadt. Es ist Markt, aber aufgrund des schlechten Wetters ist nicht viel los.

Bei der Hafenmeisterin bezahlen wir nochmals den einen Tag. Dann geht es zurück zum Boot mit Zwischenstopp im Jumbo, wo wir noch ein bisschen einkaufen. Das Wetter und der Sturm sind besch……… und Ralf sichert das Boot noch zusätzlich, da ab 15:00 starker Sturm angesagt ist.

Wir ziehen trotzdem nochmals los Richtung Neustadt – dann wieder Altstadt. Auf dem Markt nehmen wir uns noch Erdbeeren und beim Jumbo Sahne mit – es stürmt ganz schön.

Zurück auf dem Boot gibt es heiße Waffeln mit frischen Erdbeeren und Sahne. Später kocht Ralf, es gibt Chili con carne, was mal wieder lecker schmeckt. Nach dem Aufräumen planen wir unseren nächsten Tag. Der Sturm lässt langsam nach.

Sonntag, 09.06.2019

Wir frühstücken um 8:00 Uhr und um 9:00 Uhr heißt es Leinen los. Wir tanken nochmals in Alkersloot, bevor es weitergeht auf das Alkmadermeer.

Um 11:00 Uhr müssen wir vor der Doppelbrücke in Zaanstand warten (Princes Amaliabrug + Beatrixbrug). Wir fahren in Zaanseschans vorbei, ein Gebiet mit vielen Windmühlen und vielen Touris – ein sehr schönes Streckenstück.

Wir erreichen Amsterdam, das wir uns aber nur von der Wasserseite aus anschauen. Weiter geht es über das Markermeer. Es ist relativ windstill und angenehm darüber zu fahren.

Dann erreichen wir den Hafen in Edam und bekommen dort mit Glück noch einen Platz. Wir laufen zum Brückenhäuschen, wo wir laut telefonischer Rückfrage den Hafenmeister antreffen. Leider ist dies nicht der Fall. Also laufen wir zurück zum Strandbad und erkundigen uns hier. Geht alles klar mit Dusche/WC.

Danach geht es ins Lokal „Strandbad“ zum Essen. Es gibt Seehecht, der ganz gut schmeckt. Wir sitzen direkt vorne mit Blick auf das offene Meer. Landschaftlich super schön. Nach einem kleinen Verdauungsspaziergang geht es zurück zum Boot, wir trinken noch einen Tee und machen es uns gemütlich.

Montag, 10.06.2019

Heute ist Landtag angesagt. Die Nacht habe ich nicht gut geschlafen: schaukelndes Boot und Sturm. Um 9:00 Uhr trinken wir gemütlich Kaffee, bevor wir unsere Fahrradtour starten.

Zuerst geht es nach Edam – schöne Bauten, aber nicht sehr groß. Wir fahren bei Sonnenschein und Wind weiter nach Volendam und schlendern anschließend an der Uferpromenade entlang. Wir essen Fisch, trinken etwas, kaufen mal wieder ein Souvenir sowie tolle warme Socken für kühle Abende auf dem Boot. Es ist ein sehr schönes Städtchen, aber mit sehr vielen Touris – was uns wiederum nicht so gefällt.

Gegen 14:45 Uhr treten wir die Rückfahrt zum Boot an und dort gibt es Kaffee sowie Waffeln mit Sahne und Erdbeeren. Nach dem Abendessen machen wir noch einen Verdauungsspaziergang, bevor wir den Abend dann mit einer gemütlichen Würfelrunde ausklingen lassen.

Dienstag, 11.06.2019

Wir müssen wieder ein Stück über das Markermeer fahren. Gegen 11 Uhr Uhr kommen wir an der Zuider Sluis 19 an. Es nieselt. Ich muss aussteigen und uns anmelden. Wir warten, es tut sich nichts. Ich laufe vor ans Schleusenhaus – niemand zu sehen. Ich frage jemanden, ob die Schleuse nicht geht, aber da ruft mich Ralf und teilt mir mit, dass die Schleuse in Vorbereitung ist – juchhu. Wir fahren rein und es geht abwärts – hier hängt ein Seil und ich muss nur unseren Schleusenhaken einhängen (Höhe ca. 4m).

Nun geht es wieder in ruhigere Gewässer. Wir befahren den Kanal Hoge Vaart und sind fast alleine. Der Kanal zieht sich durch eine beidseitig grüne Landschaft.

Mittags legen wir für ein paar Minuten an einem Steg an, bevor es wieder weitergeht. Wir stellen fest, dass dieser Kanal sehr langweilig ist. Wir kommen an unsere für heute letzte Schleuse vom Kanal ins Veluwemeer an.

Nun sind wir auf dem Veluvermeer. Wir legen in der Hafenanlage Molecaten, Biddinghuizen an und machen uns auf die Suche nach dem Hafenmeister. Nach einiger Zeit haben wir ihn gefunden und müssen nochmal umparken, bevor wir dann zum Essen gehen.

Dieser Hafen ist eine Art Centerpark und sehr schön, vor allem die Sanitäranlagen sind sehr sauber. Zum Essen gibt es Hühnerspieße mit Erdnusssoße und Pommes – schmeckt sehr lecker. Nach dem Essen spazieren wir noch ein bisschen durch die Anlage mit den vielen kleinen Häusern und kleinen Seen, was auch sehr schön ist.

Mittwoch, 12.06.2019

Ralf steht um 8:30 Uhr auf und geht Brötchen holen. Wir trinken wie immer gemütlich Kaffee.

Unsere Fahrt geht weiter über das Veluweermeer und Drontermeer Richtung Norden. Bei Elburg fängt es mal wieder an zu nieseln. Die Strecke ist heute schön, da man auch vom Land etwas sieht. Wir kommen auch an schönen Yachthäfen vorbei.

Gegen Mittag erreichen wir die Sluis Roggebot 21 und können direkt reinfahren. Diese ist aber so gelegen, dass man nicht genau erkennen kann, ob nach oben oder unten geschleust wird.

Unsere Fahrt geht weiter und es fängt stärker an zu regnen. Um 14:00 Uhr erreichen wir die Ijssel und eine Stunde später unser heutiges Ziel, den Hafen Kampen de Buitenhafen. Ein kleiner schnuckeliger Hafen.

Nachdem wir angelegt und Strom haben, fängt es stark an zu regnen. Wir sitzen aber im Warmen und Trockenen. Als der Regen aufhört, gehen wir zum Hafenmeister, bezahlen unsere Gebühr und spazieren in die Stadt, u.a. müssen wir mal wieder ein bisschen einkaufen.

Die Sonne wechselt sich nun mit Wolken ab. Gegen 18:00 Uhr sind wir zurück am Boot und Ralf bereitet heute das Abendessen vor: es gibt Kotelett, Salat und Brot. Nach dem Essen lassen wir den Abend gemütlich ausklingen.

29 YACHTLINE
29 Yachtline

Donnerstag, 13.06.2019

Heute ist unser 1. Hochzeitstag und wir frühstücken gemütlich. Da sich das Wetter geändert hat, beschließen wir, heute doch weiterzufahren.

Um 9:00 Uhr heißt es deshalb Leinen los. Wir fahren Richtung Deventer, da hier das Wetter besser aussieht und es kommt sogar die Sonne raus. Landschaftlich sehr schön, vor allem abwechslungsreich. Heute haben wir auch wieder ein bisschen Gegenverkehr.

Um 15:30 Uhr erreichen wir Deventer und legen im Hafen Zeil & Motorbootvereniging am Passantensteiger an. Wir laufen vor zum „Grande Cafe Windkracht 7“ wo wir von der Hafenmeisterin unseren Liegeplatz zugewiesen bekommen. Ralf gelingt es trotz des Sturms, unser Boot sicher in die Box zu manövrieren. Auch die Hafenmeisterin hilft uns beim Anlegen.

Nachdem wir alles festgemacht haben, gehen wir ins Cafe, trinken ein Bierchen und bezahlen unsere Gebühr. Nach der Rückkehr zum Boot fängt es mal wieder an zu stürmen und zu regnen.

Abends gehen wir in ein kleines, schnuckeliges Lokal mit Terrasse und Blick auf den Hafen. Wir setzen uns draußen hin, da die Sonne scheint und es gibt Schnitzel mit Champignons/Kräutern und Käse überbacken – alles frisch zubereitet. Es schmeckt sehr gut. Kurz bevor wir fertig sind, fängt es mal wieder an stark zu regnen. Wir flüchten ins Lokal, trinken noch etwas, bevor wir dann wieder zurück auf unser Boot gehen und es uns gemütlich machen.

Freitag, 14.06.2019

Heute ist mal wieder Landtag angesagt. Wir stehen um 8:00 Uhr auf und trinken gemütlich Kaffee.

Um 10:00 Uhr starten wir mit den „Fiets“ vom Yachthafen Richtung Stadt. Diese Räder laufen zwar sehr gut, aber man muss sich schon daran gewöhnen, da es nur eine Rücktrittbremse gibt und man total gerade im Sattel sitzt.

In der Stadt suchen wir uns einen Parkplatz für unsere Räder. Danach marschieren wir zu Fuß durch die schönen Straßen, die zum Teil mit Regenschirmen und Ballons geschmückt sind. Es gibt hier viele schöne Geschäfte mit tollen Fassaden und es ist mal wieder Markt angesagt. Es gibt zunächst einen Fisch, der sehr lecker schmeckt.

Wir marschieren weiter und es fängt mal wieder an zu regnen, aber der Himmel geht auf und die Sonne kommt heraus. Nachdem der Regen jetzt aufgehört hat, gibt es noch eine Portion Kibbeling für Ralf sowie eine Portion Garnelen für mich. Beides mal wieder sehr lecker. Zum Abschluss gibt es noch einen Cappuccino in der ältesten Bäckerei Koekwinkel.

Bevor wir die Rückfahrt antreten, schauen wir uns noch die Grote of Lebuinuskerk an. Eine riesige Kirche, aber ohne „Tamtam“. Hier finden sogar Veranstaltungen mit Catering statt.

Auf dem Weg zum Hafen finde ich jetzt glücklicherweise auch noch einen Friseur, der mir die Haare schneidet.

Nachdem wir uns ein wenig ausgeruht haben, gehen wir rüber ins Lokal und trinken noch ein Bierchen, bevor wir dann gegen 19:30 Uhr wieder zurück zum Boot gehen, eine Kleinigkeit essen und es uns gemütlich machen.

Samstag, 15.06.2019

Die Landschaft entlang der Ijssel ist sehr abwechslungsreich. Mal ist der Fluß relativ schmal, mal sehr breit und vor allem hat er viele Kurven.

Bei km 896,5 biegen wir links ab auf Rhederlaag, eine riesige Seenlandschaft mit verschiedenen Yachthäfen. Wir wollten in den Yachthafen de Verstall, doch dort meint man, dass man die Liegeplätze vorher buchen müsste. Also fahren wir weiter.

Ich rufe im Yachthafen ti’Eiland an und dort bekommen wir einen Platz. Wir machen unser Boot fest und gehen hoch in den Hafenkontor, um unsere Hafengebühr zu bezahlen. Dort meint man aber, wir bräuchten nichts zu bezahlen, da heute auf dem Gelände ein Strandfestival stattfinden würde und es etwas laut werden könnte. Ralf will etwas in die Kaffeekasse geben, aber es ist nichts zu machen: die Mädels wollen von uns kein Geld.

Wir gehen zurück zum Boot und ruhen uns noch etwas aus, die Musik ist klasse. Abends gehen wir Essen. Ralf isst einen Mixed Grill und ich Spieß mit Erdnusssoße. Das Essen war gut, die Bedienung furchtbar. Nach dem Essen spazieren wir zurück zum Hafen, wo wir auf unser 1-jähriges Boot anstoßen. Wir genießen die tolle Musik und die Lasershow, die wir von unserem Boot sehen können. Um Punkt 00:00 Uhr hört die Musik auf – wie wenn der Stecker gezogen wurde und wir gehen in die Koje.

Sonntag, 16.06.2019

Wir verlassen die Ijssel und fahren weiter auf dem Pannerdenschkanaal.

Um 13:00 Uhr treffen wir mit der Mündung Niederrijn/Pannerdenschkanaal zusammen und fahren weiter auf Bovenrijn. Wir erreichen die Einfahrt De Bijland und bekommen unseren Platz zugewiesen.

Nachdem wir unser Boot festgemacht haben, gehen wir ins Hafenbüro, bezahlen unsere Gebühr, holen unsere Fahrräder vom Boot und fahren in den Ort.

Wir essen mal wieder ein Softeis und gehen zum Einkaufen. Zurück am Boot ruhen wir uns ein wenig aus, bevor Ralf das Abendessen zubereitet. Es gibt Bratkartoffeln/Blutwurst/Eier und Salat. Nach dem Essen setzen wir uns wieder auf unsere Fahrräder und fahren nochmals um den See ca. 15km.

Das Wetter ist super angenehm. Zurück am Boot setzen wir uns noch ein bisschen auf den Steg und klönen mit unseren Nachbarn, bevor wir in die Koje gehen.

Montag, 17.06.2019

Heute ist Landtag angesagt. Wir können das Verdeck vorne und hinten aufmachen, so warm ist es.

Um 10:30 Uhr starten wir bei Sonnenschein und leichter Bewölkung unsere Fahrradtour: Tolkamer – Spijk – Elten-D – Herwen -Aerdt – Pannerden -Tolkamar. Insgesamt 40 km. Das Wetter ist super – Sonne und kleine Wölkchen. Es geht durch eine sehr schöne Landschaft. Zum Abschluss gibt es im Restaurant/Brasserie de Swaeneblom einen Apfelkuchen mit Sahne und eine Tasse Tee. Der Kuchen war sehr gut und hausgemacht.

Am Nachmittag erreichen wir wieder den Hafen und ruhen uns noch etwas auf dem Vordeck aus. Später macht Ralf das Essen und es gibt Hähnchenoberkeule und Tomaten. Hat mal wieder lecker geschmeckt. Den Abend lassen wir wie immer gemütlich ausklingen.

Dienstag, 18.06.2019

Heute ist nochmals Landtag angesagt. Da wir auf dem Maarkermeer unseren Propeller leicht touchiert haben (an einer Stelle in der Nähe eines Leuchtturmes – die leider im Navionics-Programm nicht eingezeichnet war), geht Ralf hoch in die Werft und fragt, ob man unseren alten, noch funktionsfähigen Propeller anbringen kann.

Dies ist kein Problem. Wir bekommen ein Telefonat und sollen um 10:00 Uhr an der Slipstelle sein. Der Hafenmeister selbst holt uns aus dem Wasser. Dies geht super einfach – wir müssen noch nicht mal von Bord. Ralf muss nur in die Mitte des hydraulischen Trailers fahren und schon geht es hoch.

Wir werden in die Werft gefahren und um 10:25 Uhr ist der Propeller gewechselt. Anschließend fährt man uns wieder zur Slipanlage und wir können die Fahrt fortsetzen.

Bevor wir zum Liegeplatz fahren, tanken wir noch voll und nachdem wir alles wieder in Ordnung gebracht haben, setzen wir uns auf unsere Fahrräder. Wir fahren zur Promenade vor, trinken noch etwas und gehen einkaufen, bevor wir dann zurück zum Boot fahren.

Heute gibt es Frikadellen und Endiviensalat. Nach dem Essen fahren wir gegen 19:15 Uhr noch einmal mit dem Boot auf den See und ankern dort. Das Wetter ist wechselnd bewölkt bei 26°. Aber hier auf dem See und auf dem Vordeck liegend ist das sehr angenehm. Gegen 21:30 Uhr kehren wir zurück auf unseren Liegeplatz.

Mittwoch, 19.06.2019

Wir fahren weiter auf dem Rhein, es ist viel Betrieb von Seiten der Berufsschifffahrt. Im Übrigen können wir heute zum ersten Mal offen fahren. Aber leider verdunkelte es sich vor uns und ich mache unser Boot wieder zu.

Um 13:30 Uhr erreichen wir bei km 816,5 die Hafenanlage Verbandsverein Yachtclub Wesel e.V. Wir bekommen mal wieder Hilfe beim Anlegen.

Eine Stunde später braut sich ein Gewitter zusammen, nicht stark, aber es regnet immer mal wieder. Wir machen eine Pause und nach einem Kaffee gehen wir noch ein bisschen spazieren.

Wir entdecken einen wunderschönen Surf- und Badesee: der Auesee. Leider ist dieser nicht mit dem Boot erreichbar. Wir gehen noch etwas Essen und schaffen es dann gerade noch vor dem Regen, Gewitter und Sturm auf unser Boot.

Donnerstag, 20.06.2019

Heute wollen wir unseren nächsten Halt in Krefeld machen. Es fängt aber mal wieder an zu regnen. Deshalb beschließen wir weiterzufahren, da die ganze Strecke auch ziemlich eintönig ist mit viel Industrie.

Um 16:15 Uhr fahren wir dann in den Stadthafen Köln. Der Hafen liegt ganz schön mit seinen Kranbauten. Der Regen hat nachgelassen und es nieselt nur noch ein bisschen. Wir ziehen uns um und gehen zum Hafenmeister, um uns anzumelden und unsere Gebühr zu bezahlen. Dieser ist sehr nett und erklärt uns alles.

Danach spazieren wir in die Altstadt. Im Brauhaus „FRÜH“ in der Nähe des Doms kehren wir ein. Gegen 20:30 Uhr sind wir wieder am Boot und da wir heute beide so müde sind, gehen wir mal früh in die Koje.

Freitag, 21.06.2019

Heute ist mal wieder Landtag angesagt. Wir hatten Premiere und haben lange geschlafen und frühstücken gemütlich um 9:30 Uhr.

Um 11:00 Uhr starten wir in Richtung Stadt. Unser erster Stopp ist die Marina Olbermann GmbH, ein großer Laden mit Booten und Bootszubehör aller Art. Der nächste Stopp ist das Schokoladenmuseum, danach geht es erst einmal wieder zurück aufs Boot und wir ruhen uns ein wenig aus.

Anschließend starten wir wieder in Richtung Stadt und besichtigen den Dom. Unser Abschluss ist wieder das Brauhaus „FRÜH“, wo Ralf eine Haxe und ich eine gegrillte Mettwurst esse. Nach einigen Kölsch dazu geht es zurück zum Boot, wo wir es uns noch ein bisschen gemütlich machen.

Gegen 22:00 Uhr bekommen wir nochmal Besuch von unserem Freund Uwe, der für jeden einen Eisbecher mitbringt – leeecker. Wir klönen noch ein bisschen, bevor sich Uwe von uns wieder verabschiedet und wir dann in die Koje gehen.

Samstag, 22.06.2019

Heute fahren wir zuerst nochmal die Tankstelle im Hafen an und tanken unser Boot voll.

Weiter geht es auf dem Rhein und bei km 585,7 zweigen wir ab auf die Lahn.

Um ca. 14:00 Uhr kommen wir an unsere erste Schleuse auf der Lahn. Der Schleusenwärter gibt uns noch ein paar Infos über die Lahn mit und meldet uns auch gleich an der nächsten Schleusen an. Das Schleusen geht hier sehr relaxt.

Bei km 126,8 legen wir in Kutschers Marina an. Die Einfahrt ist sehr eng. Ein kleiner und gemütlicher Hafen mit Wohnwagenstellplätzen, aber alles sehr ordentlich.

Nachdem wir unser Boot festgemacht haben, ziehen wir uns um und spazieren zum ALDI einkaufen, der ganz in der Nähe liegt. Wir bringen unseren Einkauf zurück zum Boot und marschieren dann in die Stadt zum Jugoslawen. Essen war sehr gut. Später geht es dann wieder zurück und wir lassen den Abend wieder gemütlich ausklingen.

29 Yachtline
29 Yachtline

Sonntag, 23.06.2019

Um 9:00 trinken wir Kaffee und dann heißt es wieder Leinen los.

Bei km 122,4 kommen wir an die nächste Schleuse. Ich rufe den Schleusenwärter an und bekomme von ihm gesagt, dass ein Passagierschiff komme, das natürlich Vorfahrt hat. Dies müsse er zuerst nach oben und dann wieder nach unten schleusen und danach mache er Mittag bis 12:30 Uhr. Grrrrrrrr, wir sind einige Boote, die schleusen möchten.

Naja, wir legen also an einer kleinen Steganlage an, die zwar nicht optimal ist, aber es geht. Das Passagierschiff fährt raus und siehe da, plötzlich schaltet die Schleusentafel auf grün. Also machen wir schnell wieder los. Aber ehe wir uns vergucken, kommt von hinten ein weiteres Motorboot und fährt einfach vor uns in die Schleuse – sehr unsportlich.

Nach den nächsten beiden Schleusen stoßen wir wieder mal auf unseren Spezialfreund, der uns beim Schleusen nervt und der uns beim Warten an dieser Schleuse keinen Platz zum Festmachen lässt. So müssen wir im Wasser tümpeln und warten bis die Tafel auf grün schaltet.

Jetzt überholt Ralf ihn und fährt vor ihm in die Schleuse, was er ohne zu meckern zulässt – hier schießt das Wasser nämlich extrem in die Kammer – und da hatte er wohl Angst.

Nach unserer letzten Schleuse rufen wir beim Laurenburger Bootsclub e.V. an bezüglich eines Liegeplatzes. Der 2. Vorsitzende weist uns einen Platz zu, direkt am Fahrwasser. Der Steg ist nicht gerade optimal, aber für eine Nacht ohne WC (nur Dixi) und ohne Dusche, geht dies gerade.

Wir klönen noch ein bisschen und gehen dann vor an den Imbiss etwas trinken. Zurück am Boot leert Ralf die Benzinkanister in den Tank und wir marschieren mit einem Wägelchen zur Tankstelle, um die Kanister nochmals zu füllen. Zurück auf dem Boot machen wir es uns nach dem Essen gemütlich und gehen später in die Koje.

Montag, 24.06.2019

Um 9:50 Uhr heißt es Leinen los und wir treten unsere Rückreise wieder an. Wir müssen wieder einige Schleusen durchfahren. Als wir einen der Schleusenwärter anrufen, bekommen wir zur Antwort, dass er gerade abschleust und danach Mittag hat bis 12:30 Uhr. Also müssen wir mangels Anlegestelle mal wieder auf dem Wasser herumtümpeln und warten.Nach der letzten Schleuse beschließen wir nochmals in Kutschers Marina anzulegen. Diese ist nämlich die einzige vernünftige und gute Marina auf dieser Strecke.

Wir machen unser Boot fest und ruhen uns ein wenig aus. Da es hier auf dem Gelände eine Dusche mit kaltem Wasser gibt, kommt uns diese wie gerufen bei Temperaturen von 31°.

Gegen 16:30 Uhr spazieren wir gemütlich in den Ort und gehen zum Kroaten zum Essen. Es gibt für Ralf einen Räuberspieß und für mich einen Zigeunerspieß. Beides hat wieder lecker geschmeckt. Zurück an Bord, geht es sogleich nochmals unter die schöne kalte Dusche, bevor wir den Abend gemütlich ausklingen lassen.

Dienstag, 25.06.2019

Wir stehen um 7:00 Uhr auf. Wir haben heute beschlossen, bei Lohners frühstücken zu gehen. Anschließend kehren wir zum Boot zurück und machen wenig später die Leinen los.

Wir passieren heute noch vier Schleusen und dann geht es wieder auf dem Rhein weiter. Abschließend ist zu sagen, dass die Lahn zwar ganz schön ist, aber die Yachthäfen leider nicht so optimal sind. Bei km 585,7 kehren wir im Rüdesheimer Yachtclub e.V. ein.

Wir machen unser Boot fest und nehmen als erstes eine kalte Dusche auf dem Steg, denn es ist heute sehr warm.

Am Abend marschieren wir nach Rüdesheim und zurück (ca. 5 km). Um ca. 21:15 sind wir wieder zurück auf dem Boot und nicht nur wir, sondern auch die Stechmücken. Wir haben kein Autan dabei – das haben wir in den letzten Wochen auch nicht gebraucht. Es wird nochmals kalt abgeduscht, bevor es dann in die nicht gerade abkühlende Koje geht.

Mittwoch, 26.06.2019

Heute geht es weiter in Richtung Heimat – Zwischenstopp zum Auftanken in Oppenheim sowie am Eicher See.

Fazit

Zusammenfassend muss ich sagen, dass diese Tour sehr schön war trotz Regen und Sturm, was unsere Nordkap auch alles super überstanden hat. Holland ist sehr zu empfehlen, wir werden eine unserer nächsten Touren wieder nach Holland -Friesland- planen. Auch das Schleusen und die Brücken über- bzw. unterfahren ist alles sehr easy. Ich kann nur sagen, der Rhein ist zwar auch schön, hat aber leider keine Schleusen – was für mich mittlerweile ein wenig langweilig ist.

Ein weiteres Fazit zu unserem Boot: wir bereuen es bis heute nicht, dass wir uns für die Yachtline 29 entschieden haben. Unser Boot geht im Winterlager wieder nach Kürnach und im Frühjahr, wenn es wieder zu Wasser gelassen wird, sieht es aus wie neu, da wir es auch von der Firma Oechsner reinigen lassen – ist sehr zu empfehlen.

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